Zum Tod von Bob Godfrey

Am 21. Februar ist eines meiner grossen Vorbilder, der englische Animator und Produzent Bob Godfrey, im Alter von 91 Jahren verstorben.

In einer Zeit als das Internet noch nicht mal in Science Fiction Filmen vorausgesehen wurde und eine Ausbildung zum Animator allerhöchstens innerhalb der Disney Studios angeboten wurde, kam ich in den Besitz eines kleinen Büchleins mit dem magischen Namen “The Do-it-Yourself Film Animation Book”. Die dem Buch zugrundeliegende BBC-Fernsehshow bekam ich leider nie zu Gesicht, denn wie gesagt: kein Internet und nur einige öffentlich rechtliche Sendeanstalten und auch keine DVD!

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Der Magier hinter diesem Büchlein, das meine Bibel auf meinem autodidaktischen Weg zum Trickfilmer wurde, hiess Bob Godfrey. In England wurde, wie auch im übrigen Europa, eine Gegenbewegung zur Perfektion der Disney Filme spürbar. Natürlich aus der Not heraus, dass ohne entsprechende Mittel, ohne Infrastruktur und ohne jahrzehntelang gewachsenes Know How, Disney nur äusserst unzulänglich kopiert werden konnte. Eigentlich gar nicht, wenn man ehrlich sein wollte. Und so suchten sich diese Animatoren andere, einfache, spontane und billige Wege, um ihre Ideen Bild für Bild auf Film zu bannen. Und all das wurde in diesem kleinen Büchlein (als Zusammenfassung der TV-Show) beschrieben.

Meine ersten Kurzfilme, die jeweils in Solothurn uraufgeführt und vom Schweizer Fernsehen gezeigt wurden, entstanden auf weissem Papier, beinahe ohne Hintergrund und mit Farbstift oder Aquarellfarbe Blatt für Blatt ausgemalt, was dem Ganzen ein vibrierendes Farbenspiel zusätzlich zur Bewegung der Figuren verlieh. Diese Technik hatte ich von Bob Godfrey gelernt. Er verwendete sie meisterhaft in seiner Kinderserie “Roobarb”. Die gelangte zum Glück auch in unsere Fernsehkanäle, sodass ich in den Genuss von Werken meines angebeteten Meisters kam. (Allerdings machte mich damals ein Freund darauf aufmerksam, dass diese Typen ihre Figuren nicht einmal sauber ausmalen konnten. Während bei Disney…..). Ich liess mich nicht beirren. Ich verwendete die Cutout-Technik, die man am prominentesten von Terry Gilliams “Monty Python” Tricksequenzen kannte. Bob Godfrey zeigte uns, dass etwas Papier und Farbe und dazu viel Fantasie und Schweiss genügte, um Trickfilme herzustellen.

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Einige Jahre später hatte ich das Glück Bob persönlich kennenzulernen. Er gab ein Seminar über “Humor”, das in Genf von der Trickfilmgruppe organisiert worden war. Ich fiel ihm auf, weil ich ziemlich unbeherrscht lachen musste über einen Kurzfilm von Bruno Bozzetto, meinem anderen grossen Helden. Beim gemütlichen Nachtessen im Garten des Bauernhauses von Robi Engler, sassen wir nebeneinander. “You love to laugh.” stellte er fest. “I confess”, gab ich zurück.

Neben seinen fantastischen Kinderserien ist Bob Godfrey vor allem auch bekannt geworden durch seine recht frivolen Kurzfilme mit sexuellen Themen. “Kamasutra rides again” in dem ein älteres englisches Ehepaar sehr bieder und emotionslos eine Reihe von immer akrobatischeren Sexualpraktiken im Detail erklärt und demonstriert, wurde zu seiner Zeit von der Zensur verboten. Bob erklärte mir, dass er mit seinen Filmen in den Verleihkatalogen unter dem Stichwort “Sex” viel bessere Chancen hätte, beachtet zu werden. Er sagte auch, dass man mit einem wachsenden Portfolio an Filmen mit der Zeit ein rechtes Einkommen aus dem Verleih und Verkauf von Rechten erzielen könne. Mir ist das trotzdem nicht gelungen. Vielleicht, weil meine Filme nicht unter “Sex” zu finden waren.

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Jetzt ist Bob Godfrey tot. Er wurde 91 Jahre alt. In seinem Film “Dream Doll” hat er eine Szene, die er sich vielleicht für seinen eigenen Abgang vorgestellt hat. In diesem Sinne: Machs gut Bob.

Gilbert Mayer

Oscars für Animationsfilme 2013

oscarStatuetteBei den diesjährigen Oscars konnte Pixar einmal mehr die Statuette für den besten abendfüllenden Animationsfilm mit “Brave” zu ihrer Kollektion hinzufügen.  Der Film trat gegen drei Stop-Motion-Produktionen und Disney’s “Wreck-It Ralph” an.

Brenda Chapman, eine Grand-Dame des amerikanischen Mainstream-Zeichentrickfilms, die schon seit der “kleinen Meerjungfrau” 1989 für  diverse Studios wie Disney, DreamWorks Animation und zuletzt Pixar in unterschiedlichen Funktionen tätig war, nahm einen der beiden Awards als Co-Regisseurin und treibende Kraft hinter dem Projekt entgegen. Sie teilt den Preis mit Mark Andrews.

Der Preis für den besten Kurzfilm ging, wie erwartet, an Disney’s “Paperman” und dessen Regisseur John Kahrs. Der stilistisch anspruchsvoll gemachte Film wurde im Vorfeld bereits als Favorit gehandelt. Wenn man den Gerüchten glauben darf, arbeitet Disney bereits an einem weiteren Film,  kurz oder lang, bei dem die hier gezeigte ausgeklügelte Mischung aus handgezeichneter und Computer-Animation zum Einsatz kommen wird.

Erfreulich war, dass mit “Fresh Guacamole” ein Kurzfilm mit einer einfachen aber dennoch genialen Idee nominiert wurde. Der Pixilationsfilm ist mit 1:43 Min. das kürzeste Werk, dass jemals für einen Oscar ins Rennen gehen durfte. Er wurde vom Künstler PES für die amerikanische Serie “SHORT stories” vom Sender Showtime produziert.

Intranet-Trickfilm für Basler Versicherungen

Der Launch des neuen Intranet der Basler Versicherungen Schweiz wurde durch einen kleinen Zeichentrickfilm-Teaser angekündigt. Am Tag des Go Live wurde zusätzlich ein Trailer geschaltet, in welchem die wichtigsten Neuerungen der umfangreichen Applikation kurz gestreift wurden. Die Beachtung der Filme war hoch und der Feedback überaus positiv.

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Lump & Co. Storyboard erstellt

Es hat beinahe ein Jahr gedauert seit dem Start unseres Kinderfilm-Projekts. Hunderte von Zeichnungen später ist jetzt eine erste Version des Storyboards fertig geworden. Zusammen mit dem Produktionsdossier dient es für die Eingaben zur Finanzierung des Films. Die Filmproduktion Prêt-à-tourner mit der erfahrenen Produzentin Lina Geissmann hat durch stete Kritik und Hinterfragen des dramaturgischen Flusses, viel zu diesem Storyverlauf beigetragen. Wir sind gespannt, wie die Geschichte bei den Fördergremien ankommt.

Hier kann man das PDF mit dem gesamten Storyboard downloaden.

Storyboard Wall im Bananimation Studio

 

Interaktives Kinderbuch von Bananimation

Ein erstes interaktives Kinderbuch mit Animation und integrierten Spielen ist bei Bananimation in Produktion. Im Hinblick auf die Distribution über iOS wird eine Multiplatform-Lösung gestaltet und programmiert. Die Geschichte dreht sich um ein Schaf, das von der Herde wegläuft, um neue Freunde zu treffen und endlich die grossen Abenteuer zu erleben, die es bis dahin nur aus Büchern kannte. Ein erstes Spiel “Sheep Count” soll als Teaser für das Buch gratis erhältlich sein.

Screenshot aus Sheep Count

Natur pur

Um unseren Kunden stets das Optimum bieten zu können, bilden wir uns ständig weiter. Momentan erweitern wir unser Know How bezüglich der Gestaltung von natürlichen Umgebungen in 3D. Dieses Bild und das dazugehörige kurze Video fassen die Themen Gras und Felsen in einem Bild (inspiriert von den prähistorischen Menhiren in Falera) zusammen.

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Ein weiteres Beispiel aus der Naturserie. Verschneite Berge.

Bergkette 3D Grafik

Lump und Co. wird von prêt-à-tourner produziert

Es freut uns, die Zusammenarbeit von Bananimation mit der Zürcher Filmproduktionsfirma “prêt-à-tourner” bekannt zu geben. Unser Zeichentrickfilm-Projekt “Lump und Co.” wird ab sofort von der erfahrenen Produzentin Lina Geissmann von “prêt-à-tourner” betreut. Die Geschichte wird aktuell überarbeitet und erweitert und es wird ein neues Dossier zusammengestellt, um bei Fördergremien und Sponsoren die Finanzierung des Films zu beantragen.

Bananimation jetzt auch auf XING vertreten

Vernetzen sie sich mit uns auf unserer neuen XING-Unternehmensseite. Wir freuen uns auf Sie!

Bananimation

In eigener Sache

Das zunehmende Interesse an animiertem Content und die immer zahlreicher werdenden Distributionsmedien, haben uns veranlasst unsere langjährige Erfahrung auf diesem Spezialgebiet der audiovisuellen Kommunikation mit neuen kreativen Kräften unter einem neuen Label zu bündeln.

 

BANANIMATION ist ein wenig verrückt, wie der Name. Kreativ und mit jungen Ideen, mit allen technischen Wässerchen gewaschen und in allen aktuellen Medien zu Hause. Wenn es hingegen um die Kundenbetreuung, das Budget oder die Termine geht, hört bei BANANIMATION der Spass auf. Unser höchstes Ziel ist,  das Ziel unserer Kunden zu erreichen. Dafür essen wir schon mal eine Banane, um bei einer Nachtschicht durch zu halten.

Wir lassen den Schnüffler von der Leine

Bananimation startet die Produktion von “Lump und Co.”.

Lump der Hund langweilt sich tagsüber, wenn seine Menschen bei der Arbeit und in der Schule sind. Zusammen mit seiner Freundin, der Siebenschläferin Luzie macht er sich auf, um den Fall der verschwundenen Glocke auf der Schafweide zu lösen.